Sunday, August 19, 2007

jo

Liebe Mama, lieber Papa und auch liebe Milena, wir haben schon lange den engeren Bezug zueinander verloren. Ich weiss nicht mehr genau, was ihr macht und ihr wisst nicht mehr genau was ich mache. Ersteres bereue ich zwar, aber ihr braucht euch um letzteres keine Srogen zu machen. Ich mache nichts. Ich wandle durch die Welt und versuche, anfangs verzweifelt, mittlerweile völlig deusillusioniert irgendetwas zu finden, für das es sich lohnt zu kämpfen. Ich dachte so oft, ich hätte es gefunden. Aber selbst, wenn ich es schon fest in den Armen hielt, glücklich damit war, Gehalt bekommen habe oder Geborgenheit, entweder verlor ich es immer durch äussere Umstände oder meine eigene Schuld, hervorgerufen durch mein Unvermögen zu sehen, wenn ich den Punkt erreicht habe, an dem ich eigentlich völlig glücklich sein sollte. Jetzt fühle ich, dass diese Kälte wiederkehrt, ich überlebe das nicht. Ich war wohl nie geschaffen dafür, ich bin ja nicht mal in der Lage, mir hier ein normales Leben aufzubauen. Ich bin alleine. Pleite. Und noch nicht einmal geistig 100% anwesend. Zuviele Gedanken. Zuwenig Antworten. Die Gutmütigkeit wird immer seltener. Langsam verliert ihr wohl alle die Geduld mit mir. Ich kann das verstehen, es tut mir leid. Ich eigne mich wohl einfach nicht so gut als Mensch. Ich habe mich über die Jahre immer mehr ins Negative entwickelt, nicht nur, aber auch, durch äusserst negeative Ereignisse und Einflüsse. Mein Herz hat sich zu einem grauen Klumpen geformt, als wäre es schon viel älter als ich. Meine kläglichen Versuche die Liebe zu finden, sind fast genauso kläglich wie meine nahezu nicht vorhandenen Bemühungen eine Arbeit zu finden. Ich tue anderen ja doch nur weh. Ihr wisst ja, wo alles hinführt und ich will auch keine grossen Reden über die Menschheit und ihren Sinn halten. Ich würde, wenn es etwas ändern würde. Aber dafür habe ich bisher schon zuviel Atem und geschriebene Worte verschwendet. Dies ist nur eine Entschuldigung, weil ich nicht in die Welt passe der Menschen, die mich hoffentlich noch am meisten lieben. Es ging euch doch allen besser, als ich nicht mehr da war. Jede Bewerbung, jedes Angebot und jede Möglichkeit, habe ich durch meine einzigartige Mischung aus Ignoranz und Faulheit am Ende immer in den Wind geschossen. Ich passe anscheinend noch nicht mal zu der, für dich ich zu bestimmt sein glaubte. Ich habe immer noch Gefühle für sie, die mir sofort die Tränen in die Augen treiben und Schmerzen am ganzen Körper verursachen. Aber ich habe sie verloren. Und bevor ich euch auch noch verliere oder ihr mich sogar zu hassen beginnt, gehe ich lieber von selbst. Wahrscheinlich tut ihr es sowieso, wenn ihr nachträglich merkt, was ich noch alles verbockt habe. Macht euch bitte keine Vorwürfe. Ihr habt alles MENSCHENMÖGLICHE getan, dass man für mich tun kann. Macht es wie im Amt und vergesst mich einfach, sortiert mich aus, wie ein Zahnrädchen, dass sich nicht mehr drehen will. Ich muss hier einfach weg, raus. Ich weiss natürlich mal wieder weder was, noch wie ich es machen werde, aber es soll ab jetzt nicht mehr zu euren Problemen gehören. Auch wenn es schwer fällt, mir das noch zu glauben: Ich liebe euch und ich wünsche euch ein angenehmes, ablenkungsfreies Leben noch, jedem von euch! Macht's gut und denkt nicht mehr an mich!

Marcel

Saturday, August 18, 2007

schade

ich dachte, ich hatte das gefühl, dass wieder alles gut werden würde. aber jetzt weiss ich, dass sich nie etwas ändert. der schaden ist anscheinend irreparabel und die Schwerkraft erlaubt mir nicht, wieder umzukehren. doch ich will nicht wieder jammern, ich werde alle Schläge einstecken und die neuen Wunden verheilen lassen. Warten ist das einzige was ich tun kann und den kleinen Funken der Hoffnung in mir lodern zu lassen, bis ich endgültig Klarheit habe, woran ich bin und wohin ich gehen werde. Es ist sowieso meine Schuld und mein Schaden und niemand anderes. wieder allein. aber das war ich den großteil meines lebens, ich werde mich daran gewöhnen und alles tun, was ich tun will, auch wenn ich es mit niemanden teilen kann. Vielleicht habe ich Glück und die Welt geht unter, dann sind wir alle gleich und alle Probleme und die Einsamkeit werden mit der Welt sterben

Wednesday, August 08, 2007

und wie ich Abschiede hasse (vor allem Lange)

Dieser letzte Blick.... ich wollte es nicht noch schwerer machen, darum hielt ich meine Tränen zurück, bis sie ihren Kopf wieder von mir abwandte,um für diesmal längere Zeit aus meinem Leben zu treten. Erst dann merkte ich, wie sehr es wehtat. Ich hatte soviel Zeit verschwendet und jetzt, wo die Hoffnung gerade wieder zu keimen begann, wird alles auf eine harte Probe gestellt. Der Weg auf dem wir gingen, mündete an einer Abzweigung, die uns beide auf vorerst eigene Wege schicken sollte, um dann hoffentlich am Ende wieder zusammen zu laufen. Aber ich werde warten und durchhalten.... Te echo de menos mas lo hago por ti, mi princesa :)