Mich von alten Gewohnheiten zu lösen, die mir mein Leben in dieser gesichtslosen Welt bisher immer um einiges erleichtert haben, sei es auch nur für die kurze Zeit eines Abends oder eines Wochenendes, die ich bei Zeiten immer noch als Oasen in der Wüste der Woche ansehe, ist extrem schwierig. Waren sie doch wie gute Freunde, die ich teilweise auch mit guten Freunden geteilt habe. Nach einem schweren Tag oder sonstigen unangenehmen Ereignissen, reichte es meinen Körper von diesen Stoffen überkommen zu lassen, wie ein Herrscher ein fernes Land vom Bösen befreit. Ich lebte in diesen Momenten in totaler Harmonie mit mir selber und meiner Umgebung, ja, teilweise war ich sogar eins mit allem und jedem um mich herum, sodass mir nichts mehr wehtun oder mich stören konnte. Ich erinnere mich andauernd an Abende voller Ruhe und Frieden oder überwältigenden Impressionen, fern von jeglicher Vorstellung, unbetroffener Menschen, die das, was ich gesehen, habe, niemals sehen oder verstehen würden. Aber die Zeit nagte unentwegt an mir und mittlerweile bin ich an einem Punkt angelangt, an dem ich doch oft darüber nachdenke, ob ich mich weiterhin immer in meinen Kopf fliehen kann, wenn die Realität mich wieder mit Problemen und Vorwürfen oder Ansprüchen zupackt, wie einen alten schwachen Esel, der sich nur noch klappernd fortbewegt, wenn es ganz schlimm kommt. Es ist wie mit einem Schwamm, er saugt alles Problematische in sich auf und lässt sie verschwinden, zumindest augenscheinlich. Sobald jemand wieder zudrückt, fließt alles zurück in die Bäche meiner Sorgen und Probleme. Ich muss einfach einen anderen Weg finden. Ich bin müde, kann mich nicht konzentrieren. Ein Text wie dieser verlangt mir zur Zeit schon einiges ab, weil ich zuviel nachdenke und es mir schwer fällt für längere Zeit bei einem Gedanken zu verharren. Zum Glück brach in die graue Wolkendecke über meiner Gedankenwelt ein wünderschönes Wesen aus einer anderen Welt, dem ich doch sehr, zumindest im Innern, ähnele. SIE hat einen Weg gefunden, der aus dem WirrWarr in mir führt und ich folge ihr bedingungslos, weil ich weiss, dass ich ihr trauen und mich ihr öffnen kann. Wir stehen beide noch am Anfang dieses Weges. Aber ich habe ein gutes Gefühl bei der Sache.